Donnerstag, 15. März 2012

Gartenstadt Dresden-Hellerau


Basierend auf dem Gedanken einer Gartenstadt, gründete der Möbelfabrikant Karl Schmidt 1909 im nördlichen Dresdner Vorland zusammen mit dem Neubau seiner Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst, die Gartenstadtsiedlung Hellerau. Richtungsweisend war dabei die Einheit von Wohnen und Arbeiten, sowie Freizeit, Kultur und Bildung in einer bis dahin neuen Art und Weise.
Architekt Richard Riemerschmid plante den Bau von Fabrikgebäuden und Werkstätten, eine dazu gehörige Wohnsiedlung mit kleinen Reihenwohnhäusern für die Arbeiter und Angestellten, einem Marktplatz, Geschäften, Praxen, Wasch- und Badehäuser, Schule und Schülerwohnheim. Zu den ausführenden Architekten gehörten neben Riemerschmid, auch Heinrich Tessenow, Hermann Muthesius, Kurt Frick und Theodor Fischer, welche ganze Reihenhäuser und Straßenzüge entwarfen.
Während der Bauphase war Hellerau ähnlich wie die Essener Gartenstadt Margarethenhöhe, von allen Bauvorschriften befreit. Der damals hier angewandte und real praktizierte Lebensreformstil zog reformbegeisterte aus ganz Europa an.
Der Dresdner Stadtteil Hellerau ist heute ein Flächendenkmal und der Großteil der historische Reihenhausbebauung wurde aufwendig saniert. 


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